Projekt Aquaristikratgeber

Die Aquaristik ist ein Hobby, das viele Anhänger gefunden hat. Allein in Deutschland zieren weit über eine Million Aquarien die Wohnzimmer, man geht davon aus, dass ca. 36 Millionen Zierfische in der BRD gehalten werden (vgl. Mergus Aquarien-Atlas, 2006).

So groß die Beliebtheit des Aquariums ist, so klein scheint vielfach die Bereitschaft, es als mehr als einen Dekorationsgegenstand anzuerkennen.
„Praktizierte Naturwissenschaft" könnte man den Betrieb eines Aquariums auch nennen. Unglücklicherweise ist den wenigsten Aquariumbetreibern bewusst, dass deren Freizeitbeschäftigung „Aquarium" ein weitaus komplexeres Hobby ist, als es zunächst den Anschein erwecken mag. Die Komplexität des Lebensraumes „Aquarium" rückt vielfach dann erst ins Bewusstsein, wenn es daran geht Probleme, die beim Betrieb aufkommen, beheben zu müssen. Kommt dieser Moment ist die Zeit, die es braucht, um durch die komplexen Zusammenhänge des Biotops „Aquarium“ zu steigen allerdings recht knapp, man ist ohnehin gestresst und darüber hinaus mit Dingen konfrontiert, die man zuvor im Leben nicht mit den Aquarium in Zusammenhang gebracht hätte.

Erste Hilfe leistet bei der Problembehebung meistens das Internet, in zahlreichen Aquarienforen finden Hilfesuchende schnell erste Hinweise und Tipps.
So wohlwollend die Intentionen der Forengründer und -betreiber – in der Regel begeisterte Aquarianer mit vielen Jahren Erfahrung – sind, sie können die Qualität der „Hilfen“ der Forenteilnehmer nicht vollständig kontrollieren, was zur Folge hat, dass sich viele Teil-, Halb- und Unwahrheiten ausbreiten können und ohne Prüfung weitergegeben werden.
Auf Bücher wird nur selten zurückgegriffen. Zwar gibt es eine stattliche Anzahl von Aquaristikbüchern, doch leider sind diese eher darauf ausgerichtet, die Aquaristik ohne jeglichen Tiefgang möglichst einfach darzustellen, um dem Kommerz nicht entgegenzuwirken, sondern um ihn anzukurbeln. Vergleicht man die Mehrheit des heutigen Buchangebotes mit der Aquaristikliteratur aus den 60ern, 70ern und Anfang 80ern, so findet man eher seichte Lovestory als packende, mitreißende Thriller.

Verständlich, denn wer will schon ein Hobby zur Wissenschaft machen?! Allerdings – zumindest nach meiner Ansicht – geht der Betrieb eines Aquariums nicht ohne, denn ein Aquarium ist Wissenschaft – NATURwissenschaft. Oder, um es weniger abschreckend auszudrücken, alles, was für den erfolgreichen Betrieb eines Aquariums benötigt wird, wurde längst schon erforscht, zusammengetragen und steht zur Verfügung.

Bloß wo?

Hier möchte ich mit meinem Projekt „Aquaristikratgeber“ ansetzen. Ich möchte eine Onlinehilfe anbieten, die das aus den Bücherregalen der Zoohandlungen verschwundene Wissen zusammenträgt und in einer zeitgemäßen Weise zur Verfügung stellt.
So soll eine qualifizierte Hilfestellung geboten werden, die es einerseits ermöglicht, gezielt nach Problemlösungen zu suchen, es andererseits aber jedem selbst überlässt, wie tiefgehend er sich damit befasst.
Als Plattform liebäugle ich derzeit mit dem Prinzip von MediaWiki, da diese Software (siehe Wikipedia) alle für ein Onlinelexikon notwendigen Funktionen beinhaltet und eine nutzerfreundliche – weil sehr bekannte – Oberfläche stellt.

Momentan bin ich allerdings damit Beschäftigt, Literatur zusammenzutragen und zu sichten, sodass für die Erstellung des Ratgebers noch kaum Zeit und Basis vorhanden sind. Für Literaturhinweise bin ich jederzeit Dankbar, auch für Hilfen von Spezialisten, nehmen sie einfach mit mir Kontakt auf. Sollte ich Sie mit meiner Idee begeistert haben und Sie sich spontan bereiterklären, mitzuarbeiten, dann melden Sie sich einfach, ich würde mich freuen!

Meine bisherige Literaturliste, dich sich ständig erweitert: